#KultTrip mit Kindern

Kann man zu jung für Kultur sein?

Schon lange schwirrt mir ein allgemeiner Mutmach-Artikel zum Thema „Kann man für Kultur zu jung sein?“ im Kopf herum, mit dem ich vor allem Eltern dazu ermuntern will, sich durch die Kinder nicht vom Kulturgenuss abhalten zu lassen. Denn nur weil wir auf einmal Eltern und nicht mehr allein sind, heißt das nicht, dass wir alle Interessen und Bedürfnisse hinten anstellen müssen. Ok, wir sollten sie vielleicht etwas anpassen und auch etwas besser planen, als in der Vor-Kind-Zeit. Aber komplett aufgeben? Nein! Gleichzeitig ist geteilte Freude aber auch doppelte Freude. Und mit wem teilt man Freud und Leid, schöne und manchmal auch weniger schöne Erlebnisse und Erinnerungen? Mit denen, die einem nahe stehen: bei den meisten von uns dürfte das die Familie sein und zwar die komplette (Kern-)Familie inklusive der Kinder.

Und als jetzt Tanja Praske von Kultur-Museum-Talk unter dem Hashtag #KultTrip zu einer Blitz-Blogparade zum Thema „Mein Kulturtrip für dich im Sommer“ aufrief, war für mich eigentlich schon direkt klar, dass ich nicht einfach einen unserer Kulturausflüge mit Kindern besonders hervorheben wollte oder auch überhaupt gekonnt hätte. Eine themenbezogene Zusammenfassung wie wir es auf unserem Partnerblog Mountainbatchers für die Blogparade #OutdoorKultur gemacht hatten, erschien mir in dem Fall auch wenig sinnig, da bis auf wenige Ausnahmen ja eh nur Kulturtipps Eingang in diesen Blog finden. Also warum nicht die Gelegenheit beim Schopf packen und, wie schon lange geplant, die Lanze für den Kulturbesuch und -genuss MIT Kindern zu brechen?

KultTrip012OK, auch ich dachte als frisch gebackene Mutter nicht sofort daran ein Museum mit Kind im Gepäck unsicher zu machen. Aber tatsächlich war unsere Große noch kein halbes Jahr alt, als wir zum ersten Mal wieder ganz bewusst einen Museumsbesuch unternahmen. Leider entstanden damals wohl keine Bilder, so dass ihr mir einfach glauben müsst, dass es für uns alle ein sehr entspannter Tag war. Aus rein persönlichem Interesse fiel unsere Wahl damals auf das Historische Museum in Regensburg. Da wir im Vorfeld nicht wirklich klären konnten, ob das Haus für Kinderwagen geeignet ist, entschlossen wir uns diesen zu Hause zu lassen und stattdessen die Tragehilfe zu benutzen. Aber was soll ich sagen: auch diese wanderte schnell ins Schließfach, weil Kind etwas sehen wollte und das ging natürlich am besten frei auf dem Arm. Natürlich ist mir klar, dass sie mit einem knappen halben Jahre noch gar nicht so viel in den Vitrinen erkannt oder gar aufgenommen hat. Aber sie nahm sicher den Wechsel von Farben und Formen wahr und ganz häufig waren es nicht wir Erwachsenen, die von einer Vitrine nicht wegkamen, sondern das Kind fing an sich zu beschweren, wenn sie noch nicht mit schauen fertig war und wir schon weiter wollten.

KultTrip001Von da ab blieb der Kinderwagen fast immer zu Hause, wenn wir uns etwas ansehen wollten, denn bei diesem frühen Museumsbesuch haben wir schon einen, wenn nicht den Grundsatz für entspannten Kulturgenuss mit Kindern gelernt: Schließt die Kleinen nicht aus. Wo es auch für Kinder etwas zu sehen gibt, kann Kulturgenuss auch für und mit Kinder ein Erlebnis sein.

KultTrip006Nachdem die Mädchen mittlerweile 4 und 6 Jahre alt sind, ist dieser Grundsatz wichtiger denn je. Und da greift nun das, was ich zu Beginn Anpassung der Interessen genannt habe. Natürlich treffen noch immer wir als Erwachsene die Auswahl des zu besuchenden Kulturbetriebs, aber neben den gängigen Auswahlkriterien wie Sammlungsschwerpunkt, Entfernung, Preis und Öffnungszeiten kommt nun ein ganz wichtiger zusätzlicher Aspekt dazu: die Kinderfreundlichkeit.

Damit meine ich übrigens nicht etwa in erster Linie spezielle Kinderangebote oder Mitmachprogramme, die gemeinhin auch schon mal despektierlich als „Bespaßung“ bezeichnet werden. Mein Hauptauswahlkriterium ist tatsächlich die Höhe und damit die Einsehbarkeit der Vitrinen. Und da nehme ich für einen entspannten Museumsbesuch schon mal eine Stunde extra googlen in der Vorbereitung auf mich, auf der Suche nach Innenaufnahmen. Denn nichts macht einen Museumsbesuch so anstrengend, wie ständig zwei Kinder hochheben oder tragen zu müssen, damit sie auch etwas sehen, weil ihnen sonst bei dem bloßen Anblick der Vitrinen von unten tatsächlich schnell langweilig wird und dann ist die Quengelei und die Ablehnung des nächsten Museumsbesuchs vorprogrammiert. Und seien wir doch mal ehrlich, würde es uns Spaß machen durch einen Raum zu laufen, indem wir immer nur graue Vitrinenböden von unten betrachten können?

KultTrip002Wenn ich heute im Freundes- und Bekanntenkreis erzähle, dass sich unsere Mädels an Schlecht-Wetter-Tagen genauso oft „Muuuuuseeeeum“ wünschen, wie etwa den Besuch im Schwimmbad oder auf dem Indoor-Spielplatz, ernte ich in der Regel Erstaunen. Und nicht nur, dass man sich über die Lust der Kinder am Museumsbesuch wundert. Ganz oft höre ich den Kommentar „Das würde ich mich nicht trauen!“

Ich erkundige mich dann gerne danach, was Erwachsene denn vor einem Museumsbesuch mit Kindern zurückschrecken lässt. Die Top-Antworten lauten: „…, dass die Kinder nur quengeln“ bzw. „…,dass die Kinder zu wild/laut sind“, gleich gefolgt von „…, dass ich mich damit nicht auskennen.“

Deshalb lautet mein #KultTrip: Liebe Eltern, bitte seid ruhig etwas mutiger!

Gegen die potentielle Quengelgefahr hilft, wie gesagt, ein wenig Vorbereitung. Und wenn man sich bei der Auswahl doch mal geirrt haben sollte, was auch mir noch ab und an noch passiert, dann bitte nicht auf Biegen und Brechen den Besuch durchziehen, weil man vielleicht teures Eintrittsgeld gezahlt hat. Besser gezielt an Hand des Museumsplans vielleicht noch ein oder zwei Stationen nach dem persönlichen Interesse aussuchen und hier auch in Kauf nehmen, die Kinder z.B. hochzuheben oder anderweitig beim Entdecken zu unterstützen. Dann verlässt man das Museum vielleicht nicht hoch zufrieden, aber doch zumindest auch nicht für die Zukunft komplett abgeschreckt.

KultTrip005Und dass Kinder zu wild und damit zu laut sind? Die Zeiten, in denen man ein Museum mucksmäuschenstill zu besuchen hat, sind zum Glück vielerorts vorüber. Natürlich ist ein Museum kein Spielplatz und man sollte mit dem eigenen Gespräch auch nicht alle anderen Besucher mitunterhalten. Aber das sollte ja für jeden öffentlichen Bereich selbstverständlich sein. Ein wenig Wildheit, im Überschwang der Begeisterung, ist heute auch bei einem Museumsbesuch durchaus zulässig, solange man keine anderen Besucher damit über die Maße belästigt. Und im übrigen lässt sich auch das sich mit einer gezielten Auswahl des zu besuchenden Kulturbetriebs durchaus etwas steuern. Zum Spiel-/Tobeplatz mutieren diese nämlich meist erst dann, wenn sie die Kinder inhaltlich gar nicht ansprechen.

KultTrip010Last but not least das Thema Wissensvermittlung, respektive Wissenslücke: Niemand erwartet von uns Eltern, dass wir zu allem und jedem ein umfängliches Wissen vermitteln können. Gerade in Museen werden ja auch schon mal spezielle Themen angesprochen. Aber eben auch nicht nur angesprochen, sondern im Idealfall auch vermittelt und erklärt. Und warum dann nicht aus der Not eine Tugend machen und gemeinsam mit den Kindern eine Antwort suchen? Das kann sowohl im Museum direkt passieren, als auch im Nachgang zu Hause. Der Mut zur (Wissens-)Lücke wird in der Regel von Kindern durchaus honoriert. Sehr hilfreich bei der kindgerechten Vermittlung von Museumsinhalten können übrigens da auch die in vielen Häusern mittlerweile für wenig Geld angebotenen speziellen Begleitmaterialien für Kinder sein. Auch wenn es häufig heißt, erst ab der Grundschule, sprechen gerade Illustrationen auch schon kleinere Kinder an und die Inhalte sind hier oft sehr prägnant mit einfachen Worten zusammengefasst.

KultTrip004Und tatsächlich gibt es unter Berücksichtigung dieser drei Grundsätze für uns kaum ein Themengebiet, zu dem wir nicht auch ein entsprechendes Vermittlungsangebot mit den Kindern nicht aufsuchen würden. Einzig bei den großen Gedenkorten zu den Gräultaten des Nationalsozialismus sind wir im Moment noch zurückhaltend. Zwar verstehen Kinder im Kindergarten- und frühen Grundschulalter die Tiefe der Aussage solcher Orte noch nicht, sie haben aber oft sehr sensible Antennen für Stimmungen. Und die bedrückte Stimmung, die selbst Erwachsene an diesen Orten oft ergreift, wird für Kinder mangels Hintergrundinformationen schnell sehr beängstigend.

Das heißt aber nicht, dass man Kindern nicht auch etwas zutrauen kann. Sie verstehen, dass Burgen errichtet wurden, weil sich die Menschen vor bösen Nachbarn schützen wollten und sie können durchaus auch damit umgehen, dass wir Menschen sterblich sind und am Ende vielleicht sogar als Skelett im Museum landen. Wir können und sollten unsere Kinder nicht vor diesen Realitäten des Lebens abschirmen. Aber selbstverständlich sollten Informationen dazu in kindgerechte Happen verpackt werden. Und auch da kann der Besuch eines Museums oder einer Kulturstätte hilfreich sein. Treten bei uns die berühmten „wieso-„, „weshalb-“ „warum-„Fragen auf, dann versuchen wir natürlich zuerst diese in der Theorie bzw. mit Hilfe von entsprechenden Kinderbüchern zu beantworten. Aber häufig suchen wir dann zeitnah nach einem passenden Ausflugsziel, um die Antwort auf die Frage mit Leben zu erfüllen.

KultTrip007Wirklich toll war das z.B. für die Kinder, als wir vor zwei Jahren mit ihnen in Israel waren und sehr viele Wirkungsstätten Jesu und somit Ursprungsorte unserer christlich geprägten Kultur persönlich besucht haben. Aber auch andere Ereignisse, menschliche Entwicklungsschritte oder Erfindungen können durch das persönliche Erleben leichter begreifbar werden. So fanden wir es besonders spannend in Friesach in Kärnten einmal live beim Bau einer mittelalterlichen Burg dabei zu sein. Und Freilichtmuseen und Heimatmuseen mit dem Schwerpunkt auf der Alltagskultur jedweder Zeitstellung erlauben immer wieder Vergleiche zu unserem heutigem Leben und helfen hier auch manches ins rechte Licht zu rücken. Und außerdem kann doch fast jeder von uns Erwachsenen in diesem Umfeld eine Anekdote von „damals bei der Oma“ zum Besten geben.

Von daher mein Appell in Sachen #KultTrip: „Schließt die Kinder nicht aus“!

KultTrip009Das gilt zum einen für die Kultureinrichtungen, wo die Verantwortlichen gerne etwas öfter auch mal in die Hocke gehen und sich ihr Haus aus Kinderperspektive ansehen dürften. Sollten sich hier dann etwas frustrierende Ein-/Ausblicke, ergeben, muss man übrigens nicht gleich alles umbauen. Der Gang in den nächsten Baumarkt zum Erwerb einiger tragbarer Hocker kann hier schon günstig Abhilfe schaffen. Ein Museum verliert auch nicht an wissenschaftlicher Aussagekraft, wenn man ab und an einmal eine Station zum „begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes einbaut. Diese lockern nicht nur für Kinder den Museumsbesuch auf, kinderlose Erwachsene werden ebenfalls immer wieder bei der Nutzung dieser Angebote beobachtet. Zusätzlich kann es nicht schaden bei der Vermittlung der Basisinformationen hin und wieder einen Gang zurückzuschalten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, aus der Fülle des als Fachkraft auf einem Gebiet erarbeiteten Wissens, die grundlegenden Informationen für den Laien zu extrahieren. Aber gerade für die Zielgruppe Familie ist das wichtig, da Kinder zwar durchaus für Museumsbesuche zu haben sind, aber selten die Geduld aufbringen, das teils langwierige Lesen von Infotafeln durch die Eltern abzuwarten. Ähnliches gilt übrigens auch für Audioguides, deren Informationsfülle für Familien mit (kleinen) Kindern häufig nicht zu verarbeiten ist.

KultTrip008Und ich appelliere an alle Familien-, Reise- und Museumsblogger: selbst wenn ihr nicht mit Kindern im Museum unterwegs seid: geht auch ihr ruhig mal in Hocke und gebt eine Einschätzung ab, ob ein Museum in euren Augen kinderfreundlich und damit familientauglich ist. Das erleichtert den Eltern, die erstmals den Mut für ein Kulturerlebnis mit Kindern aufbringen wollen, die im Vorfeld notwendige Recherche für das für die eigene Familie geeignete Ausflugsziel.

Schließlich möchte ich alle Eltern auffordern, die aktuelle Urlaubszeit oder auch die bald schon wieder kommenden Schlechtwetter-Wochenenden ruhig auch mal für einen Gang ins Museum mit Kindern zu nutzen. Ihr werdet überrascht sein, was es dort für und durch Kinderaugen alles zu entdecken gibt, wenn man sich nur darauf einlässt. Wenn ihr euch noch unsicher seid, dann fangt ruhig auch mal mit dem kleinen Heimatmuseum in eurem Wohn- oder Urlaubsort an. Hier ist vielleicht nicht alles nach neuesten museumsdidaktischen Ansätzen aufbereitet, aber dafür findet man hier häufig noch den Bezug zur eigenen Lebensrealität und dadurch einen spannenden Ansatz zum entdecken und zum darüber reden.

Denn ganz ehrlich, findet ihr es nicht auch schade, dass von 25 Kindergartenkinder maximal ein bis zwei schon mal mit ihren Eltern in einem Museum waren und selbst im Grundschulalter von 10 befragten Kindern höchstens jedes fünfte die Frage, ob sie schon mal ein Museum, ein Schloss oder eine Burg besucht haben, mit ja beantwortet?!

KultTrip003Hier tragen wir alle Verantwortung! Kulturbetriebe müssen sich noch weiter für Familien bzw. Kinder öffnen, die Berichterstattung über entsprechend familienfreundliche Angebote muss noch verbessert werden und wir Eltern müssen uns wagen auch einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und auch mit und gerade für Kinder Kulturangebote der unterschiedlichsten Art wahrzunehmen.

Denn eines ist im Zusammenhang mit #KultTrip ganz sicher: Für Kultur ist man nie zu jung!

#KultTrip mit Kindern:  

Über carmen

Archäologin - Studium der Vor- und Frühgeschichte, vergleichende Religionswissenschaft und Ethnologie in Bonn mit Magisterabschluss Mitwirkung an verschiedenen Grabungsprojekten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Baden-Württemberg als Grabungsleitung. Erfahrungen bei Ausstellungskonzeptionen und als Museumsführer. Als Mutter zweier kleiner Kinder mittlerweile freiberuflich als Archäologin und Museumspädagogin an Kindergärten und Schulen tätig.


Kommentare

#KultTrip mit Kindern — 5 Kommentare

  1. Pingback: Kulturreisen in Deutschland mit Hamburg, München & Franken | #KultTrip

  2. Liebe Carmen,

    jetzt bist Du mir zuvorgekommen – ich bin gestern dank #kulttrip auf Deinen Blog gestoßen, freue mich sehr über die Entdeckung und möchte auch direkt einen Kommentar unter deinem Beitrag zur Blogparade hinterlassen, den ich hundertprozentig unterschreiben kann und der viele entscheidende Punkte zusammenfasst, wie ich finde. In den nächsten Tagen will ich mich ein bisschen durch Deinen Blog „durchschmökern“.

    In vielem, so meine Erfahrung, sind die Übergänge von Museumsbesuchen mit kleineren zu Museumsbesuchen mit größeren Kindern fließend, aber beim Nationalsozialismus und anderen Themen, bei denen es um Inhumanität geht, sollte man, wie Du schreibst, tatsächlich lieber auf den Zeitpunkt warten, an dem die Kinder die Themen auch rational ein wenig durchdringen können. Wir werden demnächst nach Liverpool reisen, wo es ein Sklavereimuseum gibt, und ich rechne damit, dass dieses Thema selbst für meine Töchter von elf und 15 Jahren nicht leicht verdaulich ist. Was es andererseits ja auch nicht sein soll, auch für uns nicht ist, aber Einordnenkönnen ist essentiell.

    Für heute herzliche Grüße,
    Maria

  3. Pingback: Blogparade "Mein Kulturtrip für dich im Sommer" Aufruf #KultTrip

  4. Liebe Carmen,

    soooo wunderbaaaarr – da unterschreibe ich sofort! Mut mit Kindern ins Museum und Mut von Museen kinderfreundlicher jenseits der „Bespaßung“ zu sein!

    Junior hatte den ersten Museumsbesuch noch im Bauch, da war ich hochschwanger und musste eine Führung im Liebieghaus abhalten. Er war recht enstpannt. Kaum 3 Monate, noch Stillkind, trug ihn der Papa hinter mir her, wieder im Liebieghaus. Hier musste ich eine Führung halten, die sich über den halben Tag mit Pauser erstreckte. Hier war ich der Nahrungsquell.

    Mit meinen Kindern – jetzt 7 und 15 – bin ich schon sehr früh im Museum gewesen. Ich habe mich auch wirklich nie vorbereitet, weil ich neugierig war, was sie ansteuerten. Unsere Museumsbesuche waren von daher eher sehr spontan und ungeplant. Ich war aber jedesmal danach bereichert, was ihnen warum auffiel. Tatsächlich lernte ich über sie, mich von dem ganzen kunsthistorischen Wissensballast zu befreien und auch mal wieder ganz unbedarft auf Kunst schauen zu können!

    Wenn Mini jetzt ins Museum geht, dann ist das überwiegend mit einem Programm verbunden. Sie malt und gestaltet extrem gerne. Am Donnerstag geht sie beispielsweise mit dem Kinderkunsthaus München in das Bayerische Nationalmuseum mit dem Skizzenblog auf die Jagd nach Rittern und Fabelwesen. Im Kinderkunsthaus werden sie das dann auf die Leinwand bringen. Bin gespannt.

    Museen und Kinder passen prima zusammen!

    Herzlich,
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      ja, da habe ich mir echt was von der Seele geschrieben.
      Dass ich tatsächlich ein wenig Vorbereitung für notwendig erachte, kann natürlich daran liegen, dass wir selber uns ehr in kultur- und naturwissenschaftlichen Museen bewegen, wo der größte Teil der Exponate in Vitrinen präsentiert wird. Bei einem an der Wand hängenden oder auf dem Boden stehenden Kunstwerk, ändert sich mit der Größe zwar die Sichtachse, aber auch kleine Kinder haben idR Einblick, da der sichtbehindernde Vitrinenboden fehlt.

      Wir waren anfangs auch ehr spontan unterwegs. Bis etwa 2 Jahre muss man die Kinder bis auf wenige Ausnahmen eh fast immer tragen bzw. hochheben. Mittlerweile werden sie dafür einfach zu schwer. Und sie werden ja auch selbstbestimmter und wollen selber etwas entdecken und nicht von den Eltern von Vitrine zu Vitrine geschleppt werden. Wenn da die Voraussetzungen gegeben sind, mache ich es tatsächlich so wie du und lass sie ihren Weg durchs Museum finden. Gerne auch ausgestattet mit einer eigenen kleinen Digicam. Das ist wirklich spannend, was man da im Nachgang daheim am PC zu sehen bekommt 😉

      Viele Grüße
      Carmen

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